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Sahara – Lara : Es geht wieder nach Nordafrika!

Nun ist es Januar 2016 und ein Jahr vergangen seit Laras ersten großen Reise .

Der zum Reisemobil umgebaute Lkw ist wieder hergerichtet : Nach jeder größeren Reise muß er komplett durchgesehen und sämtliche Schäden müssen behoben werden , bevor es wieder los gehen kann in ein neues Abenteuer .  Sobald das Fahrzeug hier vor der Tür steht und die ersten Sachen eingepackt werden packt auch Lara sichtlich die Vorfreude auf eine neue Tour . Nun weiß sie bereits , was das bedeutet : Sie wird wieder viele neue Eindrücke haben und eine lange Zeit komplett rund um die Uhr mit uns beiden zusammen verbringen , um irgendwann auch wieder nach Hause zu kommen – auf der ersten Reise konnte sie ja nicht wirklich wissen ob es letztendlich wieder Richtung Heimat geht …

Wir möchten nochmal nach Marokko , fahren also wieder über Frankreich nach Südspanien und bei Gibraltar mit der Fähre nach Ceuta .Von Ceuta geht es über die Grenze nach Marokko , das uns nun schon so vertraut ist , daß wir uns direkt richtig wohl fühlen : Das rege Treiben auf den Straßen und die vielen freundlichen Menschen zu sehen macht unglaublich viel Spaß !

Diesmal fahren wir zunächst die Küstenstraße am Mittelmeer entlang Richtung Osten , um dann den östlichen Teil Marokkos entlang der algerischen Grenze zu erkunden .

IMG 1170kDieser Landstrich ist von Touristen noch recht unberührt , was sich im Verhalten der Bevölkerung widerspiegelt : Sie kommen nur selten auf die Idee zu betteln und sind uns gegenüber sehr aufgeschlossen . Die ursprüngliche Bevölkerung in diesem Gebiet sind Nomaden . Sie leben in Zelten , die wegen des doch recht rauen Klimas eine ganz besondere Form haben : Von weitem erinnern sie an einen flachen , braunen Erdhügel , sie sind rund und nur in der Mitte kann man aufrecht stehen . So sind sie der Landschaft optimal angepasst und Wind und Wetter können darüber „ hinweggleiten “ .IMG 1296k

Unser großes Glück ist , daß wir eingeladen werden und auch Lara darf mit in ein solches Zelt . Sie steht im Mittelpunkt des Geschehens und es gefällt ihr sichtlich gut , sich dort umzusehen und hin und wieder ein Stück Fladenbrot zu bekommen , das in einem kleinen Lehmofen mit Holzfeuer in der Mitte des Zeltes gebacken wird . An der Seite liegt ein Baby in einer Hängematte und ist offensichtlich sehr glücklich ; die ganze große Familie lebt in diesem Zelt , also in einem Raum . Sie betreiben Viehzucht , haben Esel , Ziegen , Schafe und einen Truthahn und Lara darf eine neugeborene Ziege beschnuppern .

IMG 1443kWir fahren weiter im östlichen Teil des Landes Richtung Süden , um in wärmere Gegenden zu kommen und freuen uns schon auf das Sanddünengebiet Erg Chegaga südlich des Atlas – Gebirges , in dem wir bereits auf unserer letzten Reise unterwegs waren . Diesmal erkunden wir dort neue Pisten , die uns durch einsame Gebiete letztendlich wieder nach Tata führen , einen schönen Ort im Süden Marokkos nördlich der Westsahara , den wir von unseren letzten Reisen bereits kennen .

Unterwegs bestaunt Lara wieder Kamele , aber auch Esel , Ziegen und Schafe sind sehr interessant und der riesige Sandkasten , in dem sie nach Herzenslust buddeln darf , ist natürlich super .

Nun geht es weiter Richtung Süden entlang der Atlantikküste . Streckenweise fahren wir direkt oberhalb der hohen Steilküste und sammeln Muscheln und Schneckenhäuser , die dort bereits seit sehr langer Zeit liegen . Wir treffen dort auch den Fischer Mustafa , der immer bei Ebbe zum Wasser herunterklettert um seine Netze auszuleeren und neu auszulegen . Er wohnt auf dem Hochplateau in einer Behausung , die er aus Treibgut gebaut hat , und bereitet uns auf einem Lagerfeuer das wohl beste Fischessen , das wir bislang gegessen haben .

In der Westsahara können wir auch günstig unsere Dieseltanks füllen – der Treibstoff wird dort von Marokko subventioniert , um die Region attraktiver zu machen und langfristig weiter zu besiedeln .

Richtung Norden fahren wir nun im Zickzackkurs auf kleinen Straßen und Pisten und freuen uns immer wieder an den netten Menschen und den grandiosen Landschaften – besonders reizvoll sind unter anderem die bizarren Gebirgslandschaften des Anti-Atlas , also der südlichen Ausläufer des Atlas – Gebirges .

Ein besonderer Ort liegt im Antiatlas in der Nähe von Tafraoute : Ein Künstler hat dort vor Jahren große Felsen blau angemalt und es ist ein Gebiet , wo man immer wieder andere Reisende trifft und Erfahrungen austauschen kann .Auch Lara hat Spaß dort und trifft andere reisende Hunde zum Spielen .IMG 1806k

Es ist nun Ende März und in Nordmarokko ist es Frühling , die Mandelbäume blühen und die Landwirte pflügen ihre kleinen Felder mit Einscharpflügen , die von einem Esel gezogen werden . Wie zum Ende jeder Reise werden wir ein wenig wehmütig , freuen uns aber doch auch wieder sehr auf zu Hause .

Wir haben nun das Gefühl , Marokko während der drei Reisen wirklich gut kennengelernt zu haben und nehmen uns vor , im nächsten Winter weiter nach Westafrika durch Mauretanien bis in den Senegal und nach Gambia zu fahren .

Es reizt uns ungemein , die Welt weiter zu erkunden und kennenzulernen und auch Lara hat einen unglaublichen Spaß dabei und trägt mit ihrer Art sehr dazu bei , daß wir schnell mit Menschen in Kontakt kommen – wir freuen uns schon jetzt auf neue Erlebnisse …

 

 

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